#61 Frohe Weihnachten & Guten Rutsch ins Neue Jahr! :-)

Shownotes

Hier könnt ihr Markus Weihnachts-Gedicht nachlesen:

Die Weihnachts-Noppe

An Weihnachten erfüllt sich für manches Kindlein ein Traum, wenn es findet eine (lange) Noppe unter’m Weihnachtsbaum. Die Freude ist groß, sobald die Noppe auf dem Schläger klebt, denn damit verbunden die Hoffnung auf mehr Erfolg auflebt.

Das Kindlein hofft mit seiner neuen Noppe auf dem Schläger, wird es bringen vielen seiner Gegner Kummer und Ärger. Doch kann tatsächlich allein eine Noppe die Gegner zur Verzweiflung bringen? Oder benötigt es doch ein wenig Training, um mit diesem Belag Siege zu erringen?

Am Anfang, reicht es oft aus den Ball mit seiner Noppe nur zu berühren, um ihn durch die sagenumwobene Schnittumkehr zu verführen, und dann kommt er zum Gegner mit einer scheinbar komischen Rotation geflogen, sodass dieser sich dann fühlt um sein “normales” Tischtennis betrogen.

Er weiß dann nicht, wie er den Ball zurückspielen soll, und versucht es dann erstmal genauso lässig wie Timo Boll, doch bei den ersten Versuchen landet der Ball meistens im Aus oder im Netz, und dadurch der Frust beim Gegner wächst und wächst.

Und so kommt es am Anfang tatsächlich vor, dass die TTR-Kurve des Noppen-Kindes wächst steil empor, allerdings fällt dem Beschenken meistens sehr schnell auf, dass manche Kinder können schmettern, sehr stark auf die Noppe drauf.

Und dann reicht es nicht mehr aus die Noppe einfach rein zu halten, sondern gilt es einen Mix aus Abwehr und Angriff zu gestalten, und das erfordert, wie könnte es anders sein? Etwas Talent und sehr viel Training ungemein.

Zudem ein noch wichtigerer Punkt die TTR-Kurve nach unten drückt, nämlich, dass viele Gegner üben gegen die Noppe zu spielen, wie verrückt, und mit jedem Spiel gegen das Noppen-Kind weniger Fehler auf die Noppe machen, und sich beim Noppen reinhalten, irgendwann nur noch ins Fäustchen lachen.

Denn mit genug Training gegen die Noppe und etwas Talent, wird das Noppen reinhalten für den Gegner plötzlich zu einem Geschenk, er spielt dann einen harten Topspin auf Punkt, und das Noppenkind läuft sich die Füße wund.

Und je älter das Noppenkind mit der Zeit wird, desto weniger Probleme seine Noppe den Gegnern beschert. Denn Schüler und Jugendliche hatten noch wenig Erfahrung im Spiel gegen Noppen, die Erwachsenen wissen jedoch in der Regel, wie es geht darauf zu kloppen!

Und wenn das Noppen-Kind irgendwann im Senioren-Alter Ü-70 ist, dann wird es sich denken “So ein Mist”, denn auf einmal hat fast jeder seiner Gegner eine Noppe, und es gibt fast nur noch Zeitspiele, ohne das schöne Noppen-Gekloppe!

Und was ist nun die Moral aus diesem Weihnachts-Gedicht? Ganz einfach, betrachte eine Noppe nicht nur aus einfachen Licht. Es ist komplex mit einer Noppe erfolgreich sein Spiel zu gestalten und erfordert viel mehr als die Noppe nur rein zu halten.

Ein guter Mix aus Angriff und Abwehr ist für den Erfolg unerlässlich, ansonsten kommen die Siege alles andere als verlässlich. Zudem werden Noppenspieler oft auf ihre Noppe reduziert, wodurch ihr Selbstbewusstsein stark an Wert verliert.

Darum sollten Noppenspieler ein großes Selbstbewusstsein haben, und sich nicht über mangelnde Wertschätzung und Lob beklagen. Doch für kleine Kinder ist das leider alles andere als einfach, denn für sie ist mit Noppe spielen schwieriger als Schach.

Und weil das Spiel mit einer Noppe gerade so anspruchsvoll ist, und erfordert sehr viel Geschick und auch so manche List, erfüllt sich vermutlich für kaum ein Kindlein der Traum, von einer Noppe unter’m Weihnachtsbaum!

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